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Fest eingeplant

„Geschafft“, hieß es im Januar, als Steffen Nahnsen und Torge Reinhold ihre Ausbildung zum Industriemechaniker und zum Elektroniker für Betriebstechnik bei CPI Clausen & Bosse erfolgreich abgeschlossen hatten – und mit jeweils über 90 erreichten Punkten sogar sehr gut. Inzwischen sind sie fester Bestandteil des Schichtplans bei CPI und auch das Projekt, das sie für die praktische Prüfung umgesetzt haben, ist täglich im Einsatz.

Torge und Steffen mit ihrem Abschlussprojekt: Sie haben das Buchtransport- und -verteilband selbst entworfen und gebaut.

Die erschwerten Bedingungen durch die geltenden Corona-Auflagen haben die beiden 22-Jährigen nicht gebremst. „Das letzte halbe Jahr fand etwa 90 Prozent des Schulunterrichts zu Hause statt“, sagt Steffen. Das bedeutete für die beiden und ihre Mitschüler, sich selbst zu organisieren und die nötige Disziplin zum Lernen aus eigenem Antrieb aufzubringen – nicht immer ganz leicht. Das alleine Lernen bringe aber nicht nur Nachteile mit sich, sagt Torge: „Ich habe mir meinen Arbeitsplatz zu Hause gut eingerichtet mit allem, was ich zum konzentrierten Arbeiten brauche. Das Gute am Lernen zu Hause ist, dass man nebenbei sogar Musik hören kann.“ Außerdem sei man ja eigentlich gar nicht alleine, sind sich beide einig: „Die Lehrer sind ja auch digital jederzeit für uns erreichbar – man muss sie nur fragen“, ergänzt Steffen. An zwei Tagen pro Woche konnten sich die beiden so ihrer schulischen Prüfungsvorbereitung widmen.

Prüfungsvorbereitung in Corona-Zeiten

Während sich der Alltag in der Schule stark verändert hat, blieb der Arbeitsalltag im Betrieb weitgehend gleich. Da sowohl Steffen als auch Torge direkt an den Maschinen Störungen beheben bzw. Reparaturen durchführen, mussten sie weiter vor Ort sein – aber mit einer Mund-Nasen-Bedeckung und mehr Abstand zu ihren Kollegen, mit denen sie in derselben Schicht arbeiteten.

„Wir hatten trotz Corona noch unsere Prüfungsvorbereitung in den Lernwerkstätten in anderen Betrieben“, erzählt Steffen. Der Azubialltag ist manchmal recht stressig – oft muss auch unter Zeitdruck gearbeitet werden. In den Lernwerkstätten hatten Torge und Steffen die Chance, unter Anleitung Aufgaben anhand von Modellen zu lösen. „Das war praktisch und hilfreich“, sagt Torge.

Projekt mit viel Verantwortung

Torge und Steffen haben sich beide entschieden, statt einer klassischen praktischen Prüfungsaufgabe einen sogenannten individuellen betrieblichen Auftrag zu wählen. Das heißt, ein praktisches Projekt im Betrieb umzusetzen, das dann im betrieblichen Alltag zum Einsatz kommt. In Absprache mit ihren Vorgesetzten fiel die Wahl auf die Entwicklung eines Buchtransport- und -verteilbands. „Uns ist aufgefallen, dass jede Menge Personal benötigt wurde, um die Bücher einzeln per Hand in die Maschine zu befördern“, sagt Steffen. „Dies kostete Produktionsgeschwindigkeit. Durch unsere Maschine sollte die Produktionsgeschwindigkeit erhöht und der Personalaufwand verringert werden. Wir haben die Maschine selbst entworfen, Teile bestellt und sie dann gebaut.“

Im Arbeitsalltag angekommen

Ihr Abschlussprojekt ist inzwischen im Unternehmen im täglichen Einsatz – ebenso wie die beiden ausgelernten Azubis. „Wir werden jetzt fest eingeplant, teils auch als Schichtleitende“, erzählen die zwei. Das bringt plötzlich eine ganz neue Verantwortung mit sich, macht ihnen aber auch viel Spaß. „Das ist schon etwas Besonderes. Wir sind jetzt eigenverantwortlich im Reparaturfall für bis zu 50 Maschinen zuständig und die Kollegen erwarten auch viel mehr von uns“, sagt Steffen. Alles Aufgaben, an denen sie wachsen möchten. Denn so wie es aussieht, ist für die beiden mit der abgeschlossenen Ausbildung noch nicht Schluss: Torge hätte Lust, sich zum Techniker weiterzubilden, nachdem er etwas Arbeitserfahrung als Geselle gesammelt hat. Und auch Steffen, der zuvor bereits eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik bei CPI absolvierte und nun als Allrounder in den Werkstätten tätig ist, strebt in naher Zukunft eine Weiterbildung zum Techniker an und möchte später selbst Azubis in ihrer Ausbildung begleiten.

Bücher wohin man sieht!

Von der klassischen und digitalen Buchproduktion bis hin zur Erstellung von eBooks: Mit 2500 Mitarbeitern an 16 Standorten in 5 europäischen Ländern fertigt die CPI-Gruppe jährlich bis zu 450 Millionen Bücher für den weltweiten Buchmarkt. Mit mehr als 460 Mitarbeitern am Standort in Leck (Nordfriesland) ist CPI Clausen & Bosse ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Hier wird Handwerkskunst mit modernem, technischen Know-how verbunden, ganz nach dem Motto: „Wir können mehr als nur drucken.“

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